Durststrecke und Frust

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    • Durststrecke und Frust

      Hallo zusammen,
      ich habe meinen Detektor jetzt seit ca. sechs Wochen (Makro Multi Kruzer).
      Bei meinem ersten Gang habe ich auch auf einer Wiese direkt in der Nähe eine 50 Pfennig Münze von 1935 und ein tolles UFO gefunden.
      Seit dem aber in vielen Gängen nur noch eine halbe Schnalle und einen Knopf aus den 1890 Jahren gefunden.
      Schrott und Müll dagegen stapeln sich in der Garage.
      Ich habe wirklich viel gelesen über unsere Region, Stellen ausgeguckt, wieder gelesen, Ringwälle und besondere geologische Gegebenheiten untersucht, Hohlwege und Wüstungen erkundet.
      Aber nix und wieder nix ;(
      Einzig die traumhafte Natur gibt einem ein gutes Feedback.

      Wie geht ihr mit solchen Durststrecken um?

      Also solche Äcker und/oder Wiesen,wie in den Darstellungen bei euch teilweise zu sehen (wo die Münzen aus dem Boden wachsen), gibt es bei uns definitiv nicht. Die beiden nächstgelegenen größeren Städte sind FfM und Köln, jeweils 100 Kilometer entfernt. Alte Fernhandelsstraßen Fehlanzeige.

      War ich zu blauäugig?
      Gruß von Frasimo, der aber auf jeden Fall :whistling: dranbleibt
    • Bleibe dran! :thumbup:
      Ich muss ehrlich sagen, bin immer auf ein und dem selben riesigen Acker unterwegs, laufe aber immer in einer anderen Richtung drüber. Dazu kommt noch, das es früher, bis vor 70 Jahren in etliche kleine Felder unterteilt war. Also waren sehr viele Bauern über Hunderte Jahre dort zu gange. Sowas müsstest du bei dir suchen
      :thumbsup: Und speziell die Feldzugänge sind interessant. Wo also der Bauer sein Pferd und sein Gerät fertig macht und sich länger an einem Ort aufhält. Das sind meine Erfahrungen.... Und das High End Gerät hab ich auch nicht. :whistling:
    • Ich bin bisher nur auf Äckern unterwegs und habe noch keine Wiesen ausprobiert.
      Und hier gibt es keinen m² auf dem es nicht 3 mal bimmelt. Natürlich zu 99% undefinierbaren Eisenschrott.
      Aber es kommt halt immer mal wieder auch was nettes dabei raus. Wobei die Münzen leider auch zu 80% nicht mehr zu erkennen sind. Sowas kann genau so ärgerlich sein, wie keine zu finden.

      Ich schaue auch auf alten Karten nach ob da mal ein Weg war, aber auch das hat bei mir zu keinem Erfolgsunterschied geführt. Mal findest du was, mal gar nichts. Dafür dann aber wieder auf einem ganz unscheinbarem Feld, wo bisher "scheinbar" immr nur Feld war. Einfach suchen suchen suchen und irgendwann kommst du zurück und kannst 5 weitere Musketenkugeln zu den 50 anderen werfen.
    • Kenn Ich nur zu gut das Gefühl.Ist das dein erster Detektor? Vielleicht fehlt dir noch einfach das Verständnis für deine Maschine? Das andere wäre, weniger Wissenschaft und mehr "Machen". Hot spots aus dem Internet heraus zu suchen ist Irrsinn. Das haben vor dir schon viele getan. Ringwälle? Nachtigall ick hör dir trapsen...halt dich besser fern von Bodendenkmälern. Ist zwar nur eine Owi, aber im Wiederholungsfalle gibt dass auch mal teuer auf die Nuss.
      Wo ist denn 100 km zwischen Köln und Frankfurt? Angabe Großraum reicht hier zu.
      Ich habe 3 Monate gebraucht,um erste brauchbare Funde zu machen. Später änderte ich noch die Spule und los gings..
      Ich habe mir eine Stelle ausgeguckt, ein Basaltkegel auf dem eine Burg war und einen kleine Orstschaft ist. Losgelegt und gefunden. Landwirt kam und verjagte mich, obwohl ich vorher um Erlaubnis gefragt hatte. Ursache war eine vollkommen verwüstete Wiese, was aber nicht ich verursacht hatte. Die Wildschweine hatten die Fläche nach links gedreht.
      Also weg von da und neuen Ort ausgeguckt. Auf diesen Flächen bin ich nun fast 1 Jahr unterwegs. Ich habe Acker für Acker und Wiese für Wiese angetestet. Die ersten Male kam da auch nix, aber so langsam fand ich auch schöne Stellen.
      Z.B. einen Acker, der mir viele (hunderte) Münzen lieferte. Gib mal nicht so schnell auf. Such dir Felder an alten Ortschaften, wenn du einen Kirchturm siehst, ist's gut. Wenn am Ortsrand auch noch alte Häuser stehen, ist es umso besser. Damit fang an. Geh Felder am zuerst Rand ab, dann diagonal rüber. Zur Mitte hin nimmt die Funddichte moistens ab, hast du jedoch viele Signale, war da was. Buddel zunächst mal kein Eisen, dass hält auf. Hast Du Flächen gefunden, auf den etwas liegt, geh sie sauber in Bahnen von z.B. links nach rechts ab. Bist du damit fertig, geh nochmal drüber. Dieses mal im 90° Winkel zu den zuerst gelaufenen Bahnen. Und nicht rennen! So holst du aus dem Boden was drin ist. Manchmal ist nämlich entscheidend, wie du den Fund anläufst. Von links nach rechts hat man nichts, von obewn nach unten plötzlich ein Signal. Ansonsten schau dich um. Benutz deinen Kopf und beobachte deine Umgebung. Kein Detektor zaubert Funde in den Boden und finden können die alle. Zu finden gibt es immer was, auch da wo vielleicht nichts ist. Es gibt eben keine Karten in denen steht, wo im 30-jaehrigen Krieg Truppen gelagert haben oder von Römern vorrüber gehende Marschlager eingerichtet wurden. Hau rein und lass krachen!
      9 von 7 Lesern fanden diesen Beitrag hilfreich :thumbsup:
    • Danke für eure Anteilnahme und die Tipps,

      ich bleibe auf jeden Fall dran, nix wolle verkaufe :evil: . Dafür haben meine Kinder auch viel zu viel Spaß daran, mit mir durch die Gegend zu streifen, von dem Nervenkitzel mal ganz abgesehen.

      Der Ringwall ist kein Bodendenkmal oder sonst wie geschützt, auch kein Naturschutzgebiet, noch nicht mal sauber dokumentiert.
      Es ist nur erwähnt, dass es ihn gibt. Ist auch kaum noch zu erkennen und war nur aus Erde aufgehäuft (soviel man heute erkennen kann). Dort werde ich auf jeden Fall noch mal genauer suchen gehen. Es gibt in der Mitte des Walls, eigentlich sind es zwei, ein innerer und ein äußerer, einen großen Basaltberg, um den sich selbstverständlich einige Sagen ranken (Zwerge, Gold und Edelsteine usw.). Ich bin da praktisch groß geworden und hätte früher niemals nicht gedacht, dass dort evtl. die Kelten gehaust haben. Oben auf der Kuppe des Berges gibt es auch tatsächlich eine Vertiefung im Fels, von der man annehmen könnte, dort seien kultische Rituale vollzogen worden. Aber wie gesagt, nix genaues weiß man nicht.

      Da bin ich schon im Sinne der Archäologen vorsichtig, weil es mir sehr wichtig ist, nix kaputt zu machen.
      Ich bin selbst Sozialwissenschaftler und weiß was es bedeutet, sauber wissenschaftlich arbeiten zu können, unverfälscht.

      Komme übrigens aus dem hohen Westerwald, hier ist nicht viel mit Ackerbau. Ein paar wenige Kartoffelfelder, Maisfelder und das war es schon. Eher Viehzucht auf der Wiese, und selbst das ist nicht der Haupterwerb der Menschen gewesen. Es gibt viele Basaltbrüche (früher Kopfsteinpflaster und Mauersteine), jetzt nur noch Schotter.

      Ich werde mich wohl mal den alten Mühlen widmen, die gab es hier früher schon recht häufig und auch schon ab dem 11 Jhd.

      Das wird schon noch, Übung macht den Meister.
      Und ich finde mit dem Multi Kruzer wirklich die Wurstpellenverschlüsse in 30 cm Tiefe, daran kann es eigentlich nicht liegen. Trotzdem muss ich nat. noch ganz viel Erfahrung sammeln. Wer hätte denn gedacht, das in den wirklich alten Wäldern (Buchen mit mind. 200 Jahren) überall Schrott und Müll liegt.
      Vor allem dieses unsägliche Alupapier, das einem schöne Signale beschert und dann... :cursing:

      Zwei nette Funde habe ich übrigens in einem alten Steinbruch gemacht, von wegen kein Eisen graben. Einen alten Steinhammer/Kipphammer und ein achteckiges Brecheisen von ca. 170 cm Länge. Da gehe ich mit der Schrubscheibe dran und bekomme zwei tolle Exemplare für den Garten :)

      Gruß von Frasimo und nochmals Danke für eure Unterstützung und Aufmunterung.
    • Man muss sich auch mal vor Augen halten, daß es schon mehrere Jahrzehnte Sondengänger gibt.

      Ich war letztes Jahr bei einer Burg und habe dort die nähere Umgebung mehrere Stunden lang abgesucht und bis auf einen Knopf rein gar nichts gefunden.

      Solche Hotspots sind nunmal schon mehrere Jahre abgelaufen worden.

      Ähnlich wie vielleicht dein Ringwall oder bekannte Hohlwege.

      Nur mal so als Gedankenstütze.

      Gruß
    • Nochmals danke für die Rückmeldungen,

      Sondengänger im WW?
      Ja, die mag es wohl geben, aber die Fläche hier ist soooooooooooo weit...
      Ich habe noch nie jemanden gesehen, der mit einer Sonde unterwegs gewesen wäre, gehört davon habe ich auch noch nicht. Auf der unteren Denkmalbehörde sagte der zuständige Kollege, es gäbe ca. 30 Sondler im WW, 95% davon im unteren WW Richtung Koblenz. Dort verläuft auch ein Teil des Limes, der ja eh als Suchgebiet raus ist (Denkmalschutzgebiet).
      Also hege ich die Hoffnung, dass das Land bei uns hier "oben" weitestgehend jungfräulich ist.
      Hotspots gibt es nicht wirklich, und wenn, dann nat. ebenfalls denkmalgeschützt. Dort werde ich mich definitiv nicht tummeln.
      Ich habe mir noch mal die alten Karten angeschaut, die eine oder andere alte Straße kann schon noch in Angriff genommen werden. Aber auch da sind die Erfolgsaussichten nüchtern einzuschätzen. Bei einem Dorf zum nächsten mit jeweils fünf bis zehn Häusern sind die Fundmengen logischer Weise nicht so, wie in Ballungszentren.
      Macht aber alles nix, dran bleiben und Spaß am Abenteuer haben ist die Devise :P
      Euch allen Gut Fund und Grüße von Frasimo

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