AS_585x105_1
ANZEIGE

Geofact? Artefact?

    • Geofact? Artefact?

      Hallo Allerseits!

      Bin Bauleiter auf PV-Anlagen weltweit.

      Nachfolgende Stücke aus 90 cm Tiefe, im Umkreis um die Reste die ich als Lagerfeuer interpretieren würde. Selbstverständlich auch eingetütet. Trotz Ausgrabung von seltsam geometrischen Steinblöcken in Massen und Fundstücken in Mengen (bei Interesse lade ich gerne mehr Fotos hoch) wurde mein Antrag auf Beistellung eines Archis abgelehnt. Wurde mir im weiteren Verlaufe meiner Recherche dann schon klar warum....

      Manches sicherlich der Natur geschuldet, also Geofact, aber ich würde gerne die Meinung eines Experten hören, wie gesagt ich habe mehr...

      Vielleicht habe ich ja teilweise Gespenster gesehen, zumindest was die ältesten Stücke betrifft. Fundort GB

      Die Gesamtanlage ist echt der Hammer und mein Gefühl sagt mir dass sich dahinter etwas wirklich interessantes verbergen könnte. Das Gelände ist zum größten Teil seit ca. 100 Jahren in der Hand einer Company im Dienste der Bevölkerung....

      P.S. Ich hatte keinen Suchrüssel... :(

      Gibt es einen Experten in unseren Reihen?


      Grüße und gut Fund an Alle!

      JoJo
      Bilder
      • IMG_9139.JPG

        67,85 kB, 800×600, 10 mal angesehen
      • IMG_9141.JPG

        73,07 kB, 800×600, 8 mal angesehen
      • IMG_9135.JPG

        83,86 kB, 800×600, 12 mal angesehen
      • 056.JPG

        108,58 kB, 800×600, 9 mal angesehen
      • 060.JPG

        127,96 kB, 800×600, 9 mal angesehen
      • 072.JPG

        106,83 kB, 800×600, 11 mal angesehen
      • 069.JPG

        110,85 kB, 800×600, 10 mal angesehen
      • 063.JPG

        117,76 kB, 800×600, 10 mal angesehen
      • 086.JPG

        67,33 kB, 449×600, 9 mal angesehen
      • 101.JPG

        99,2 kB, 800×600, 9 mal angesehen
    • Man kann Deinen Schilderungen folgen. Es wird sich sicher um einen Treffpunkt gehandelt haben.
      Nur was für einer und wann?
      Hast Du zufällig mehr Bilder und Infos zu den Fundumständen?


      Gruß
      Jan
      "Die reinste Form des Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert." A. Einstein Meine Metalldetektoren : Tesoro Vaquero, XP DEUS RC 28 WS4, Olafs Detektorschmiede P1 Tiefenpulser Pinpointer: Garrett Pointer
    • Ich stelle jetzt mal eine These in den Raum über die viele lachen werden.

      <ich habe entdeckt woher die bis zu 70 Tonnen schweren Steinblöcke von Stonhenge stammen, weil dort in unmittelbarer Nähe eine Neolithische Siedlung bekannt ist und die Area definitiv in der Eiszeit eine Gletscherzunge war. Warum kiloweise die Steinwerkzeuge die aussehen als währe mit ihnen gearbeitet worden? ich habe sie ausprobiert, das geht besser als gedacht und die liegen besser in der Hand als ein moderner Hammer... Stonhenge ist wesentlich näher als die fast 300 km aus den Bergen....

      Die Steinblöcke in geometrischer Form sind vom gleichen Material, und das stammt aus den Wallisischen Bergen...

      Und die Sage von König Artus und seinem Camelot passt dort aber mal so richtig rein.... aus vielen Gesichtspunkten der Lage des Ortes und der Funde

      Und die Eichen die mitten im bis zu 12 Meter breiten und von nahezu undurchdringlichen Hecken umsäumtem Hauptgraben wachsen sind ein paar hundert Jahre alt...

      Die Gegend war definitiv eine Hauptkampfzone im zweiten Römischen Feldzug gegen die Briten, am schlussendlichen Grenzfluss gelegen...



      Neugierig? :)


      Zu den Fundumständen:

      Mein Auftrag war die Elektrik für eine bereits erstellte PV-Freiflächenanlage zu erstellen. Dazu nötig ein Graben rund um die Anlage und zur Trafostation. Aussage des Auftraggebers war dass Baggerarbeiten ohne Schwierigkeiten ausgeführt werden können, lockerer Ackerboden ohne Steine.
      Blöderweise traf mein Baggerfahrer mit der ersten Schaufel auf massiven Fels, und mit dem kleinen 4,5 Tonnen Bagger hatte er mehr als Mühe die Steine heraus zu holen und den Graben zu erstellen. Graben Anforderung war 100 cm tief und 60 cm breit.

      Kein Meter an dem der Bagger nicht auf massive Steine traf. Bodenbeschaffenheit 80 bis 90 cm "Erde", dann eine graue zähe Schicht Ton, dann gelber zäher Ton. Bestes Material für eine Töpferei...

      Der Bagger mühte sich drei Tage lang, der Aushub, also auch die großen Steine waren nur große Klumpen Dreck auf der Wiese. Am vierten Tag kam ein heftiges Gewitter mit Sintflutartigen Regenfällen. Nach ca 30 Minuten war der Spaß vorbei und wir gingen zurück auf das Baufeld. Die "Dreckklumpen" waren vom Regen gewaschen und da lagen auf einmal dutzende von geometrisch zugehauenen Massivsteinen, manche schätzungsweise bis zu 200 kg schwer. Sah aus wie ein riesiger Baukasten.

      Ich dachte nur "Scheiße", das gibt Mecker... In England gilt die Vorschrift dass neben jedem Bagger auch ein Archi zu stehen hat und mir war keiner zugeteilt worden.

      Vom Regen ebenso ausgewaschen fand ich in der letzten Schicht des Aushubes die Reste von dem Lagerfeuer, so als ob es gestern erst gebrannt hätte, unmittelbar daneben die ersten wirklich auffälligen Steine.

      Mein Baggerfahrer ist kein Neuling, und dem fiel die Kinnlade genauso runter wie mir. :) Dass wir da nicht vor irgendwelchen Feldsteinen standen war so was von klar. Vertrackte Situation für einen Bauleiter, so etaws wird nicht gerne gesehen von den Auftraggebern und kann Dich schnell mal Deinen Job kosten. Auf Grund der Menge und der Größe der Steine entschied ich mich für eine offizielle Meldung und Anforderung eines Archäologen.

      Antrag wurde abgewiesen, am nächsten Tag war ein ranghohes Mitglied des Grundstück Eigentümers und Anlagen Betreibers da und erklärte mich für zu sensibel, Steine wie diese gäbe es überall in der Gegend im Acker. Stimmt nicht, ich habe das anschließend recherchiert.

      Die Funde an Keramik und Glasscherben decken ein breites Spectrum ab, für mich schwer alles richtig zu datieren. Verstörend allerdings wenn die frisch ausgegrabenen Knochen, hoffentlich alle tierischen Ursprunges, in kürzester Zeit an der Oberfläche zu Staub zerfallen..

      Die noch existierende Wall und Graben Anlage erstreckt sich auf einer Länge von ca 400m (nicht rechtwinkelig) um einen Teil des zentralen Geländes und ist zudem außerhalb bis unten zum Fluß zu erkennen (ca. 300m)

      Außerhalb der zentralen Befestigungsanlage aber innerhalb der Wall und Grabenreste Richtung Fluss konnte ich etwa 10 deutliche Bodenmerkmale von Gebäuden feststellen.

      Der Großteil der zentralen Anlage innerhalb der großen Befestigungsanlage ist zur Errichtung einer Art industriellen Anlage zerstört worden, die überall im Boden liegenden Steinblöcke wurden in den benötigten Erdwall mit eingebaut. Ich denke die ursprüngliche Größe der Anlage war ca 1 QKm.

      Der ansässige Farmer erzählte mir, dass sein Großvater das Gelände verkauft hatte, weil es für Ackerbau untauglich war. Den Boden zu pflügen war nicht möglich... :) Yeah, glaube ich auf`s Wort

      Selbiges mit den Wiesen außerhalb aber innerhalb der Befestigung zum Fluss. Bis heute nur Wiese genutzt als Viehweide. Unmittelbar außerhalb beginnen die Ackerflächen.

      Das gesamte Gelände liegt unmittelbar am hart umkämpften Grenzfluss zwischen dem von den Römern eroberten Britannien und dem freien "Wales" und unmittelbar an einem Tide-Fluss. Für den Namen der Ortschaft gibt es eine historische Begründung die ich mir erlaube anzuzweifeln, weil die Herleitung vom Lateinischen um so viel plausibler ist...

      Die Verbindung zu Camelot: König Arthur wurde auf ein Boot verbracht und verschwand in den Nebeln auf einem Wasser das dann nicht mehr da war... Genau das habe ich dort gesehen, jeden Tag.
      Excalibur wurde geschmiedet von dem Eisen das vom Himmel fiel, und auf der Baustelle habe ich verschmolzene Steine gefunden die definitiv eisenhaltig sind. Bin kein Geologe, aber die Dinger sehen aus wie die Stücke von einem Kometen und steckten immerhin fast einen Meter im Boden.

      Die Steinblöcke sind zu groß und zu schwer um römisch zu sein und die gesamte Anlage weist in ihrer Machart nicht auf die Römer hin. Die gesamten Ausmasse sprechen aber nicht für einen Treffpunkt, das war schon etwas weitaus Bedeutenderes. Unüblich für die Römer war dass sie den Druidenkult erbarmungslos verfolgten und komplett vernichteten. Der letzte Zufluchtsort war eine dort vorgelagerte Insel und um die letzten Druiden und Ihre paar tausend Krieger zu vernichten schickten die Römer wohl zwei komplette Legionen dort hin.

      Ja ich habe noch eine Menge Fotos, die muss ich mir aber erst aus einer meiner externen Festplatten heraussuchen. Die Baustelle war im Jahr 2014 und ich habe tausende Fotos von meinen Baustellen, gehört zum Job :)

      Das dort ist ein archäologischer Knüller, davon bin ich überzeugt. Und meine Thesen bezüglich Stonhenge, dass eventuell die Steinblöcke dort gefunden, bearbeitet und abtransportiert wurden, macht weitaus mehr Sinn als jede andere existente Erklärung woher die tonnenschweren Steinblöcke stammen könnten. Aus den Bergen in Wales haben die Jungs das vor 7000 Jahren nicht geschleppt, das kann ich Dir garantieren. Ich war da....

      Währe doch lustig wenn unsere Community hier was wirklich Aufsehen erregendes zu Tage fördert, auch wenn es denn den Briten zum Gute kommt. :)
    • Ich habe die meisten der Bilder gefunden, vermisse aber noch die Fotos von der Wall und Grabenanlage. Ich versuche mal ein paar hochzuladen
      Bilder
      • IMG_1853.JPG

        113,65 kB, 450×600, 7 mal angesehen
      • IMG_1854.JPG

        130,12 kB, 450×600, 6 mal angesehen
      • IMG_1857.JPG

        211,94 kB, 800×600, 7 mal angesehen
      • IMG_1869.JPG

        142,09 kB, 800×600, 6 mal angesehen
      • IMG_1958.JPG

        116,99 kB, 450×600, 6 mal angesehen
      • IMG_1965.JPG

        236,16 kB, 800×600, 6 mal angesehen
      • IMG_2008.JPG

        220,56 kB, 800×600, 7 mal angesehen
      • IMG_2009.JPG

        191,75 kB, 800×600, 6 mal angesehen
      • IMG_2011.JPG

        174,43 kB, 800×600, 6 mal angesehen
      • IMG_2013.JPG

        210 kB, 800×600, 8 mal angesehen
    • Das wären dann nur ein paar der Bilder von unbehandelten Natursteinen. Davon habe ich mehr, weil ich versucht habe zu dokumentieren. Wir haben so vieles davon kaputt gemacht...
      Es war zum Heulen und zeitweise war ich zutiefst deprimiert.

      Auf dem Gelände liegen hunderte wenn nicht sogar tausende dieser Steine. Schauen überall aus dem Boden heraus.

      Wäre nicht dieser imposante Graben drum herum hätte ich vielleicht auch gedacht ich spinn... Das war mehr als ein Ting-Platz, die Frage ist nur was war das?
      Bilder
      • IMG_2835.JPG

        154,69 kB, 800×600, 5 mal angesehen
      • IMG_2872.JPG

        98,66 kB, 450×600, 5 mal angesehen
      • IMG_2879.JPG

        105,19 kB, 449×600, 6 mal angesehen
      • IMG_3036.JPG

        96,64 kB, 450×600, 5 mal angesehen
      • IMG_3047.JPG

        110,66 kB, 450×600, 6 mal angesehen
      • IMG_3048.JPG

        114,4 kB, 450×600, 5 mal angesehen
      • IMG_3049.JPG

        247,78 kB, 800×600, 6 mal angesehen
      • IMG_3050.JPG

        214,65 kB, 800×600, 5 mal angesehen
    • Die offizielle Seite weiß davon nichts, die Company hat den Großteil der Anlage schon vor ca. 15 Jahren für eine Industrieanlage kaputt gemacht. Klar haben die das gecheckt, aber das war den Jungs wohl egal, geht ja um ne Menge Geld.

      Seit ca 100 Jahren gehört es der Company, davor einem Farmer der sich darüber geärgert hat dass er nicht pflügen kann. Also die letzten 200 Jahre war dort bestimmt kein "Offizieller". Vielleicht mal der Lord beim jagen...

      Läuft doch in Deutschland genauso. Ihr glaubt ja gar nicht was auf Baustellen so alles einbetoniert wird und wie viele Bronzeschwerter im Schrott entsorgt werden damit die Baustelle nicht gesperrt wird. Das ist übrigens kein Witz. Und Gold lässt sich schmelzen... X(

      Sollte mir beim Sondeln mal einer versuchen weis zu machen dass ich da was kaputt mache an historisch wertvollen Kulturgütern, dann kotz ich Ihm vor die Füsse, im Ernst. Leute die so etwas behaupten sind vollständig frei von jedweder Ahnung und neben dem Kopf auch noch blöd. Leider kann man diesbezüglich die Regel "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" nur selten zur Anwendung bringen. Ich habe Hochachtung vor dem Wissen der meisten Archäologen, vor Ihrem Arbeitseifer, Ihrem Wissen um die Realität und Ihrer oftmals an Arroganz grenzenden Überheblichkeit nicht. Ausnahmen gibt es auch, und die sind dann richtig gut in Ihrem Job. Aber davon leider viel zu wenige. Die Meisten tun Ihre Pflicht im Sinne eines überregulierten Staates der auch noch von Geldgier zerfressen ist. Alles seins...

      Nur meine persönliche Meinung, pardon

      In England fühlte ich mich als Vandale, als Grabschänder und Gehilfe derer denen nur Geld heilig ist. Den letzten Tag habe ich dazu genutzt einen "Altar" zu errichten um die Mächte zu besänftigen die dort so unglaublich greifbar und intensiv waren. Da werden sich jetzt Einige scheckig lachen, aber das war mir ein inneres Bedürfnis.
      Bilder
      • IMG_3347.JPG

        244,15 kB, 800×600, 7 mal angesehen
    • @JoJo

      Sehr schön geschrieben und sehr informativ.
      Vielen Dank dafür.
      Kann nichts dazu sagen, bin kein Fachmann auf dem Gebiet.
      Aber wenn du mal hinfahren solltest sag Bescheid, bin für jedes Abenteuer offen.

      Gruß Nero
      wer suchet der findet .........
      Meine Suchrüssel: Deus XP (WS4, WS5, 22,5cm Spule 28cm Spule, 28x34cm Spule), Fisher Lab 8XPulse, Minelab GPX 7000, XP GMP, Vibra Tector, Falcon MD20,
      Garrett Pro PinPointer,Garrett Pro PinPointer AT
      Und jetzt auch noch das unheilbare Goldfieber….
    Gutfund.de ist das angesagte Sondengängerforum! Melde auch DU dich an! Es ist völlig kostenlos. Das Bodenfund- und Detektorenforum wird privat als Hobby geführt. Es geht um Themenschwerpunkte wie Bodenfunde, Metalldetektoren, Fundbestimmung, Geschichte und eben eine sehr nette kleine Gruppe. Als interessantes Bonbon gibt es gelegentliche Verlosungen, so wie es gerade passt. Vergessene Wege, vergessene Zeiten, vergessene Gegenstände aus Metall sind unsere Passion! Zudem ist das Sondengehen nicht nur interessant, sondern auch ein wichtiger Teil der Erholung vom Alltag. Taucht ein in das Abenteuer! Auch wenn Du dir einen Metalldetektor kaufen möchtest findet man auch hier sicherlich tolle Informationen die Dir bei einer Entscheidung weiterhelfen. Daher: Link- und Bannertauschpartner gesucht! Verkauft ihr professionell Metalldetektoren oder Euer Produkt/Idee/Website passt gut zu uns, bitte einfach melden!! Wir sind zwar noch eine sehr kleine Gemeinde, aber auch diese wächst mit der Zeit. Von daher: Klein aber fein. Metalldetektorforum Bodenfundforum Fun Detektor Forum Numismatik Flohmarkt Detektorbörse Detektortuning Pinpointer Funde Fundbilder Archäologie Schatzsuche Gold Silber....Nicht nur in Holzminden Höxter Hameln Einbeck Göttingen sondern deutschlandweit. Ein Hobby mit sehr hoher Bandbreite hier vereint unter einem Dach, dem Metalldetektor Forum www.gutfund.de